Pauluskirche Wengen

Fotos: Pfarrei Interlaken (z.T. Daniela Schneider)

Achtung: Wengen ist nur mit der Bergbahn erreichbar - keine Zufahrtsstrasse! 
Attention: Wengen can only be reached by train - no access road!

Während Jahren wurden in Wengen im Schulhaus Gottesdienste gefeiert. Anfangs der dreissiger Jahre wurde das Verlangen nach einer würdigen Stätte gross, um den Gästen und den sehr vereinzelten Katholiken, die hier ansässig waren oder in Wengen arbeiteten, den Besuch der Gottesdienste zu ermöglichen. Doktor Vogt, der als Wohltäter die Hauptfinanzierung des neuen Gotteshauses übernehmen wollte, verlangte aber ausdrücklich die Vergabe der Projektierung und Bauarbeit an "Generalunternehmer" Hans Boss. Pfarrer Karl Merke wollte jedoch auf keinen Fall einen reformierten Unternehmer berücksichtigen, musste aber schlussendlich nachgeben. 
Zum Anfertigen der sogenannten Nagelbinder musste eine neue Bandsäge angeschafft werden, welche noch 1996 im BOB-Depot Zweilütschinen in Betrieb stand. Der Kirchenbau sollte vor Ende 1931 unter Dach gebracht und der innere Ausbau so gefördert werden, dass die Einweihung am 1. Juni 1932 erfolgen konnte.

An der Kirchgemeindeversammlung im Juni 1995 wurde bekannt gegeben, dass der Zustand der in die Jahre gekommenen Wengener Kirche nach einer Renovation rufe und zwar "derart gehörig, dass sich die Verantwortlichen sogar mit der Alternative eines Neubaus auseinandersetzen mussten." Die Erneuerung erfolgte unter dem Motto "Abschied von der Dunkelheit - lasst uns das Helle suchen." Wichtige Eingriffe in die sonst unangetastete äussere Bausubstanz waren das Öffnen des Daches mit dem daraus entstehenden Lichteinfall auf den Altar und das Durchbrechen der Aussenwände unter den bestehenden Spitzbogenfenstern mit 6 kleinen farbigen Fenstern, die vom Interlakner Künstler Werner Fehlmann zum Kreuzweg mit 14 Stationen gestaltet wurden. Die Bauleitung hatte Architekt Friedrich Graf.

Die Weihe von Altar und Ambo in der renovierten Kirche erfolgte am Sonntag, 22. Dezember 1996, durch Weihbischof Martin Gächter, unter Mitwirkung des Kirchenchors und vielen Gästen.

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